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	<title>Support Real Life &#187; Laufen</title>
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	<description>Therapiemaßnahmen eines Freaks</description>
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		<title>16. Hamburger Halbmarathon</title>
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		<pubDate>Mon, 28 Jun 2010 20:48:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bastianoso</dc:creator>
				<category><![CDATA[an bestimmten Tagen]]></category>
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		<description><![CDATA[Am 27. Juni 2010 war es so weit! Aus dem ersten Laufkurs im April 2009 hat sich mit der Zeit ein richtiger Trainingsplan entwickelt, dessen Ziel der Halbmarathon von Hella war, welcher an diesem Sonntag stattfand. Im strahlenden Sonnenschein versammelten sich rund 6.100 Läufer im Starterfeld direkt auf der Reeperbahn, darunter auch unsere gesamte Lauftruppe [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am 27. Juni 2010 war es so weit!<br />
Aus dem <a href="http://www.support-real-life.de/2009/05/04/lauftraining/" class="liinternal">ersten Laufkurs im April 2009</a> hat sich mit der Zeit ein richtiger Trainingsplan entwickelt, dessen Ziel der <a href="http://hella-halbmarathon.de/" class="liexternal">Halbmarathon von Hella</a> war, welcher an diesem Sonntag stattfand.<br />
Im strahlenden Sonnenschein versammelten sich rund 6.100 Läufer im Starterfeld direkt auf der Reeperbahn, darunter auch unsere gesamte Lauftruppe und ich; nervös und unsicher ob ich bei diesen Temperaturen überhaupt meine erarbeitete Leistung auf den Asphalt bringen könnte.<br />
Das selbstgesetzte Ziel war unter zwei Stunden zu laufen; dafür durfte ich nur wenig langsamer als 5:30 min. pro Kilometer laufen und so versuchte ich vom Start weg mein Tempo zu laufen, was erstaunlich gut funktionierte.<br />
Mal ging die Strecke leicht bergab, mal galt es ordentliche Hügel (wir Norddeutsche sagen dazu Berge) zu erklimmen und stets pendelte meine Kilometerzeit zwischen guten 5:20 und etwas langsameren 5:40.<br />
Die Strecke ging über die <strong>Reeperbahn</strong>, unten am <strong>Hafen </strong>zurück erneut über die Reeperbahn und dann schnurstraks geradeaus an den <strong>Landungsbrücken </strong>entlang in Richtung <strong>Hauptbahnhof </strong>über die <strong>Kennedybrücke </strong>als Wendepunkt um an die <strong>Außenalster </strong>zu gelangen. Dann &#8220;nur noch&#8221; außen rum und von der <strong>Rothenbaumchaussee </strong>ins Ziel an der Hallerstraße.<br />
Als inzwischen langjähriger Hamburger Quiddje eine geschichtsträchtige Strecke, die mehr als einmal für Gänsehaut sorgte:<br />
<a href="http://www.support-real-life.de/wp-content/uploads/2010/06/strecke-hamburger-halbmarathon-2010.png" rel="shadowbox[sbpost-510];player=img;" class="liimagelink" title="strecke-hamburger-halbmarathon-2010"><img src="http://www.support-real-life.de/wp-content/uploads/2010/06/strecke-hamburger-halbmarathon-2010-560x370.png" alt="" title="strecke-hamburger-halbmarathon-2010" width="560" height="370" class="aligncenter size-large wp-image-515" /></a></p>
<h3>Die Reeperbahn morgens um zehn</h3>
<p>Der zweimalige Lauf über die Reeperbahn unter den Augen der letzten Nachtschwärmer weckte Erinnerungen an lange Nächte außerhalb des hauseigenen Rechnungszentrums.<br />
KFC, Burger King und bunte Leuchtreklame die von der vorherigen Nacht mit all den Harley-Fahrern immer noch blinkte.<br />
Kiezbewohner die den Läufern in Unterwäsche vom Balkon aus zujubelten und dabei gemütlich frühstückten.<br />
Oft ließ ich meinen Blick über den Asphalt schweifen und dachte an all die schönen Momente zurück, die ich auf diesem heißen Pflaster bereits verbrachte.</p>
<h3>Hafen und Landungsbrücken</h3>
<p>Die Strecke unten am Hafen entlang ist mir vor allem durch den Schlagermove 2009 in Erinnerung geblieben, den strömenden Regenschauer, der seinerzeit die Schlagerstimmung in die anliegenden Lokalitäten spülte.<br />
Vorbei am <strong>alten Elbtunnel</strong>, durch den ich schon so lange nicht mehr gelaufen bin und die spontane Idee den nächsten <a href="http://www.100mc.de/elbtunnelmarathon.html" class="liexternal">Elbtunnel-Marathon</a> mitzumachen (bei dem über 48 Runden durch den Tunnel gedreht werden) kam ich ganz in Gedanken an den Landungsbrücken vorbei.<br />
<strong>Ach, die Landungsbrücken!</strong> Vor Jahren verbrachte ich hier zahlreiche herrliche, mit Rotwein angereicherte, Sommerabende stundenlang quatschend mit meiner besten Freundin. Tanzend mit Straßenmusikern, Feuerwerk-schauend an Silvester und in weihnachtlicher Stimmung auf der Firmen-Weihnachtsfeier im alten Feuerschiff.<br />
Während ich in Erinnerungen schwelgend den Weg passierte, untermalte ein Kanon von Vuvuzelas, Tröten, Trommeln, Klappern und johlendem Applaus meine Gedanken und ich musste mir die eine oder andere Träne wegdrücken!<br />
Ein kurzer Blick auf die Uhr um Zeit und Puls zu kontrollieren (wieso haben diese High-Tech-Uhren eigentlich kein Thermometer eingebaut?) fokussiert mich wieder auf das Rennen und ich realisiere, dass die Hälfte schon rum ist und ich eine (für mich und einen HM) sehr gute 10km-Zeit von 55 Minuten erlaufen habe (yay!).<br />
Meine herzensgute Begleitung Uli reicht mir ein erstes kleines Kohlenhydrate-Päckchen und wir passieren unsere erste Wasserstelle an der ich mich labe.</p>
<h3>Oh nein, ein Tunnel!</h3>
<p>Die Landungsbrücken hinter uns lassend surren wir gemächlich an der <strong>Speicherstadt </strong>vorbei. Ich erblicke das <a href="http://www.support-real-life.de/2007/07/17/modelleisenbahn/" class="liinternal">Miniaturwunderland</a> und das <a href="http://listonneur.de/2010/05/19/interview-mit-jakob-von-uexkuell/" class="liexternal">KörberForum</a> und werde etwas nervös, weil ich die nächsten Streckenstücken bis zur Außenalster spontan nicht mehr im Kopf habe. Werde unruhig, blicke umher und finde die blauen Markierungen des Hamburg Marathon aus dem April auf der Straße und erinnere mich an die Motorradtour, die ich mit der Hamburger Top-Athletin dort entlang gemacht habe, um ihre Strecke vorher abzufahren.<br />
Für einen Moment ziehe ich mir gedanklich die Kradkluft an und bin schlagartig froh, so knapp bekleidet zu sein.<br />
Vorbei an den <strong>Deichtorhallen </strong>taucht direkt vor uns plötzlich der <strong>Wallringtunnel </strong>auf. Mir wird mulmig als wir in das dunkle Loch in der Straße abtauchen. Es herrscht schlagartig eine bedrückende Stimmung. Niemand spricht. Nur das leise Trommeln der Laufschuhe ist zu vernehmen. Ich habe das Gefühl, dass mir die Decke auf den Kopf fällt und ich wünsche mir ein Auto, in dem ich jetzt das Radio aufdrehen könnte. Der Tunnel will einfach nicht enden und aufgrund fehlender GPS-Verbindung kann mich noch nicht einmal der Blick auf die Uhr ablenken. Ich schließe die Augen und versuche der Stimmung zu entfliehen, was mir jedoch nicht gelingt. Als ich die Augen wieder öffne, ist das Tunnelende immer noch nicht in Sicht! Schrecklich!<br />
Schlagartig verwerfe ich den Gedanken an den Elbtunnel-Marathon wieder und während ich kurz überlege, ob es den anderen Läufern wohl auch so geht, dringen von hinten laute Klatsch-Geräusche nach vorne. Alles klar! Es geht allen so! Das Läuferfeld bei Minute 67 feuert sich gegenseitig mit rhythmischem Klatschen an und ehe wir uns versehen, erblicken wir wieder Sonnenlicht.<br />
Lautes Aufatmen ist zu vernehmen und das Feld zieht sich wieder auseinander. Wir werden von einer Sambagruppe empfangen und schlagen auf die Kennedybrücke ein.</p>
<h3>Die Kennedybrücke</h3>
<p>Jetzt habe ich auch meine Orientierung wiedererlangt und ich sehe mich vor dem inneren Auge schon ins Ziel laufen! Die Kennedybrücke ist als Wendepunkt eingerichtet. Es geht auf der einen Straßenseite rüber, auf der Anderen zurück <strong>an die Alster</strong>. &#8220;<em>Unnötig, langweilig, demotivierend</em>&#8220;, grummelte ich vor mir her doch die knapp einen Kilometer lange Strecke stellt sich als kurzweilig dar. Schließlich kommen einem die ganze Zeit auch Läufer entgegen und man kann mal spicken, wer so alles vor einem liegt.<br />
Wir passieren das <strong><a href="http://www.leroyalmeridienhamburg.com/" class="liexternal">Le Royal Méridien</a></strong>, in dem mal einige meiner Fotografien auf einer Kunstauktion versteigert wurden und ich erinnere mich an meine Begegnung mit <a href="http://danielrichter.com/" class="liexternal">Daniel Richter</a> (wir waren im Auktionskatalog auf den gegenüberliegenden Seiten und kamen so ins Gespräch).<br />
Dann, bei Kilometer 15 werde ich von Freunden laut angefeuert, was mir nochmal einen großen Motivationsschub gibt und ich freue mich auf die Strecke an der Alster entlang.</p>
<h3>Die Außenalster &#8211; das Desaster</h3>
<p>Als ich vor einem Jahr mit dem Laufen anfing war mein Ziel ein lockerer Lauf um die Alster und ich dachte zurück an meinen ersten Alsterlauf mit meiner besten Freundin.<br />
Wir liefen vorbei an den schönen Alsterwiesen, auf denen ich schon so oft in der Sonne lag und dem <a href="http://www.cafehansasteg.de/Cafe_Hansasteg/Bootsvermietung.html" class="liexternal">kleinen Bootsverleih</a>, wo man sich Tretboote leihen kann um in den begrünten Alsterkanälen Hamburg zu erkunden. Da war sie wieder: Gänsehaut. Es kribbelte im Kopf und ich dachte: &#8220;<em>Wow! Was für ein Adrenalinschub!</em>&#8220;.<br />
Doch das Kribbeln wurde stärker und ich wurde enttäuscht: es handelte sich mitnichten um einen Adrenalinschub, sondern um einen massiv abfallenden Blutdruck. Mein Kreislauf verabschiedete sich gerade von mir als ich mit einem schnellen Blick auf die Uhr feststellte, dass die nächste Wasserstelle nicht annähernd erreichbar ist und auch keine Sanitäter in Reichweite sind.<br />
Gerade rechtzeitig wies mich meine treue Begleiterin, die nur durch einen Zufall überhaupt spontan mitlaufen konnte, auf die Wassersäulen der Hamburger Wasserwerke hin.<br />
Ich stützte mich auf dem kleinen Trinkbrunnen ab und trank und trank und trank, bis die Welt aufhörte sich zu drehen und das Bild wieder heller wurde. Die gute Fee war so lieb, wartete auf mich und verabreichte mir sogleich das nächste Kohlenhydratepäckchen und ich kam langsam wieder in den Tritt.<br />
Der Blick auf die Uhr offenbarte glücklicherweise nur einen Zeitverlust von 20 Sekunden zur Sollzeit und das Tempo stimmte auch bald schon wieder.</p>
<h3>Der Zieleinlauf</h3>
<p>Nächstes Highlight: <strong>Kilometer 18,5</strong>, bei dem mein Trainer Jens warten wollte um seine Jünger anzufeuern; schließlich waren fast alle aus dem Kurs auf der Strecke!<br />
Die Kilometer wurden länger und länger und es dauerte eine gefühlte Ewigkeit bis wir ihn erreichten und seine voyeuristischen Gelüste mit einer spontanen kleinen Aktion befriedigten <img src='http://www.support-real-life.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /><br />
Die letzte Wasserstelle lag nun hinter uns und jetzt hieß es nur noch: <strong>durchhalten!</strong><br />
Jetzt war das Ziel ganz nah und meine Begleiterin zog an: &#8220;<em>Komm, die letzten Kilometer sammeln wir nochmal ein paar Leute ein!</em>&#8220;. Ich versuchte an ihr dran zu bleiben und ließ mich ziehen. Wir steigerten das Tempo zeitweise auf schnelle 5:00 min/km (das entspräche auf 21,097 km gerechnet einer Zielzeit von 1:45:00 h, also eine Viertelstunde schneller als angedacht!) und mein Puls schlug am Maximalpuls an.<br />
Ich blieb uneingeholt und wir überholten in einer Tour langsamere Läufer (unter anderem den arroganten SebaMed-Promoläufer im Plastik-Flaschenkostüm) als ich weitere bekannte Gesichter passierte, die mich lautstark anfeuerten und sich freuten mich zu sehen. Ein kurzer Gedanke an mein bemitleidenswertes Aussehen schoss durch meinen Kopf, doch schnell wandte sich mein Blick wieder dem Ziel zu.</p>
<p>Die Strecke wurde schmaler, immer enger und enger standen die Zuschauer, ohne dass der Zieleinlauf abgesperrt war. Es kam mir vor wie bei der <strong>Tour de France</strong>!<br />
Alle brüllten, tröteten und schrien auf die Läufer ein. Es war so laut, dass meine Gedanken völlig verstummten.<br />
Ich bekam Panik, fühlte mich eingeengt.<br />
Meine Atmung beschleunigte sich, die Luft wurde knapp, Seitenstiche steigerten sich bis ins Unerträgliche und ich wäre am liebsten auf der Stelle umgedreht und zurückgelaufen. <strong>Aber jetzte gebe ich nicht mehr auf! Kneifen gilt nicht!</strong><br />
Ich zog das Tempo noch ein Stück weiter an, kniff die Augen zusammen und hastete über die Ziellinie.<br />
Dort erwartete mich schon die sensationelle Raketa, die nach ihrer fulminanten Zeit (zwanzig Minuten vor mir eingelaufen, das entspricht ca. einer 4:30er Pace) noch <strong>extra auf mich wartete</strong>! <img src='http://www.support-real-life.de/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' /><br />
Die Schmerzen verdrängten leider mein Lächeln vom Gesicht und auf das Geländer gestützt musste ich erstmal wieder zu Kräften kommen. Der Kreislauf sagte gerade wieder &#8220;<em>auf Wiedersehen!</em>&#8221; und ich blickte mich nach der Zielversorgung um. Doch außer herumstehenden Läufern, die an ihren Schuhen fummelten war nichts zu sehen.<br />
Scheinbar sammelte der Veranstalter als allererstes die blöden Zeitmesschips ein, noch bevor es Wasser gab und so mussten die frisch ins Ziel kommenden Läufer ad hoc stoppen und in praller Sonne wartend, an ihren Schnürsenkeln fummeln!</p>
<p><strong>Liebe Leute von BMS &#038; Hella: Das geht so gar nicht!</strong></p>
<p>Bei brennender Sonne, Temperaturen über 25°C und einem gerade zurückgelegten Halbmarathon haben die Chips doch sicher noch einen Moment Zeit, oder?<br />
Bestimmt zehn Minuten wuselte ich mich durch das Gewühl der Chipabgabe, bis ich mir den ersten Becher Wasser in den Rachen gießen konnte und ich langsam wieder zu mir kam.</p>
<p><strong>Geschafft!</strong></p>
<p>Derweil waren &#8220;meine Fans&#8221; auch schon im Ziel angekommen und versorgten mich mit lobenden Worten und einem frischen Erdinger Alkoholfrei, welches auf dieser Veranstaltung leider fehlte.</p>
<h3>Fazit</h3>
<p>Mit diesem Lauf erreichte ich einen weiteren Meilenstein dieser Real-Life-Aktion, die sich nunmehr seit April letzten Jahres sporadisch durch dieses Blog zieht und ich kann den Laufsport immer noch wärmstens empfehlen! Der hella Halbmarathon in Hamburg ist sehr gut organisiert (der Zieleinlauf ist mein einziger Kritikpunkt) und bietet eine wunderschöne, nach DLV- und IAAF-Regeln vermessene, bestenlistentaugliche Strecke quer durch Hamburg. Egal ob man eine neue persönliche Bestzeit laufen will oder nur heil ins Ziel kommen möchte und lieber die Sehenswürdigkeiten am Streckenrand genießt, hier wird jeder einen ganz besonderen Wettkampf erleben, der einfach Spaß macht!</p>
<p><strong>Mein besonderer Dank</strong> gilt, neben meinem Trainer Jens, der mir den Wettkampf empfohlen und mich professionell darauf vorbereitet hat, meiner HM-Begleiterin Uli, die mich bestens mit anregenden Gesprächen, Motivation, Wasser und den kleinen Kohlenhydrate-Päckchen versorgt hat und mich von einem Wettkampf-Abbruch abgehalten, ja, ihn sogar verhindert hat.</p>
<p><strong>Nachtrag 29.06.2010:</strong> ich habe heute Antwort auf meine E-Mail an BMS bezüglich des Zieleinlaufs bekommen. Sie waren mit der Situation im Ziel auch unzufrieden, konnten den Prozess ad hoc jedoch nur mühsam entzerren. Das lag an dem neu eingeführten Zeitmesssystem, da bei dem alten der Chip nicht erst mühsam vom Schuh ausgeschnürt werden musste. Für das nächste Jahr ist eine andere Aufstellung der Posten im Ziel geplant, ebenso wie ein breiterer Zieleinlauf und eine längere Versorgungsstrecke hinter der Ziellinie.<br />
Das klingt ja geradezu so, als müsste ich mir das nächstes Jahr nochmal ansehen, was? <img src='http://www.support-real-life.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<hr />
<p><small>&copy; Bastianoso for <a href="http://www.support-real-life.de">Support Real Life</a>, 2010. |
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</small></p>
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		<title>30. Wilhelmsburger Insellauf</title>
		<link>http://www.support-real-life.de/2010/04/09/30-wilhelmsburger-insellauf/</link>
		<comments>http://www.support-real-life.de/2010/04/09/30-wilhelmsburger-insellauf/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 09 Apr 2010 08:37:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bastianoso</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es wird ernst! Der Start der Sportaktion in diesem Blog liegt nun fast ein Jahr zurück und ich habe nicht nur durchgehalten, sondern weitergemacht. Auf dem Listonneur berichtete ich von meinen Winterläufen, bei denen ich durch kniehohen Schnee stapfte und über vereiste Bahnen rutschte. Ich fand einen Trainer, einen wahren Laufgott, der unsere tapfere Gruppe [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="aligncenter size-large wp-image-411" title="Laufschuhe Nike Pegasus" src="http://www.support-real-life.de/wp-content/uploads/2010/04/Laufschuhe-Nike-Pegasus-560x420.jpg" alt="" width="560" height="420" /></p>
<p>Es wird ernst!<br />
Der Start der <a href="http://www.support-real-life.de/2009/05/04/lauftraining/" class="liinternal">Sportaktion in diesem Blog</a> liegt nun fast ein Jahr zurück und ich habe nicht nur durchgehalten, sondern weitergemacht.<br />
Auf dem Listonneur berichtete ich von <a href="http://listonneur.de/2010/01/26/laufen-im-winter/" class="liexternal">meinen Winterläufen</a>, bei denen ich durch kniehohen Schnee stapfte und über vereiste Bahnen rutschte.<br />
Ich fand einen Trainer, einen wahren Laufgott, der unsere tapfere Gruppe mit Koordinations- und Kräftigungsübungen, Steigerungsläufen und Intervalltrainings zur Marathonreife brachte.<br />
Und nun wird es tatsächlich ernst.</p>
<h3>Wettkampfsituation ausloten</h3>
<p>Am kommenden Sonntag bin ich fällig. Ich stelle mich meinem ersten Wettkampf, einem Viertelmarathon (10,55 km) auf Europas größter Binneninsel: dem <a href="http://www.wilhelmsburger-insellauf.de/" class="liexternal">Wilhelmsburger Insellauf</a>, der dieses Jahr zum 30. mal stattfindet.<br />
Dieses Event soll die Vorschau auf den Halbmarathon werden, den ich mir für den Sommer vorgenommen habe.<br />
Einen Marathon wird es erstmal nicht geben, schließlich laufe ich aus Spaß an der Freude und zur Entspannung — um den Kopf frei zu bekommen.</p>
<p>Nach der letzten Trainingseinheit gestern befinde ich mich mit leichtem Muskelkater noch in der Regenrationsphase und werde heute und morgen Kohlenhydrate tanken. Die Laufklamotten sind frisch gewaschen und in der Gruppe gelte ich als gut vorbereitet.<br />
Wird es reichen?<br />
Schlage ich meine Bestzeit von 00:58h auf 10km, kann sie vielleicht sogar verbessern oder trabe ich mit über einer Stunde lahm ins Ziel?</p>
<h3>Die Strecke</h3>
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<h3>Der Wettkampftag — ein Laufprotokoll</h3>
<ul>
<li><strong>06:00 Uhr:</strong> der Wecker reißt mich aus dem Schlaf, die Vögel zwitschern und die Sonne geht gerade auf. Ich überprüfe das Wetter: 6°C und leichter Nieselregen &#8211; Mist!</li>
<li><strong>06:20 Uhr:</strong> ich sitze in der Küche und würge mir trockenes Toastbrot mit Honig rein — ganz so wie es empfohlen wurde. Es schmeckt sogar ein wenig.</li>
<li><strong>07:00 Uhr:</strong> ich sitze vor dem Fernseher, zappe blöd rum und lande schließlich bei der x-ten Wiederholung von „keine halben Sachen“ (mit Bruce Willis)</li>
<li><strong>07:15 Uhr:</strong> sturmbereit verlasse ich das Haus. Ist an alles gedacht? Erwische ich die Bahn? Verfahre ich mich auch ja nicht?</li>
<li><strong>07:33 Uhr:</strong> sitze mit den Schnapsleichen des Vortages in der Bahn. Weit und breit keine Läufer in Sicht…die, die noch nicht schlafen, verabreden sich zum nächsten Saufgelage und ich werde nervös.</li>
<li><strong>08:15 Uhr:</strong> angekommen. Ausgeschildert ist hier nichts, aber der Strom von willigen LäuferInnen führt mich zielsicher zur „Ausgabe der Startunterlagen“. Ein Umschlag mit Startnummer und Zeitmesschip.</li>
<li><strong>08:30 Uhr:</strong> Umziehen. Die Atmosphäre ist angespannt, alle sind nervös, aber natürlich gibt man sich locker. Ich beobachte, wie jemand bei mir abschaut, wie ich meinen Chip befestige und erste Gespräche ergeben sich.</li>
<li><strong>09:00 Uhr:</strong> Bekannte Gesichter treffen ein und es entbrennt eine heftige Diskussion über die richtige Ernährung und letzte Übungen vor dem Start.</li>
<li><strong>09:20 Uhr:</strong> warmlaufen. Ich trabe locker etwa zehn Minuten herum und begleite die anderen zu ihrem Halbmarathonstart.</li>
<li><strong>09:45 Uhr:</strong> Start der Gruppe der Halbmarathoniken, ich mache meine Steigerungsläufe und treffe — nach einem kurzen Abstecher um die nervöse Sextanerblase zu leeren, zeitnah an der Startlinie ein.</li>
<li><strong>09:55 Uhr:</strong> Startschuss für den Viertelmarathon — bloß nicht zu schnell loslaufen.</li>
<li><strong>KM 1:</strong> eine Mutter steht mit ihrem kleinen Sohn am Rand und er feuert uns kräftig an; sowas macht Mut! Aber meine Uhr sagt, ich sei 1,5km in 3:34 min. gelaufen. Das kann nicht sein, was ist da los?!</li>
<li><strong>KM 2:</strong> 7 Minuten pro Kilometer! Viiiel zu langsam! Ich überhole ein paar Dutzend Läufer…</li>
<li><strong>KM 5:</strong> 4:30 min. auf den Kilometer — viiiel zu schnell! Ich verlangsame das Tempo und stelle das Überholen ein.</li>
<li><strong>KM 6:</strong> 5:30 min./km. Scheinbar habe ich meine Zeit gefunden, könnte aber ruhig etwas schneller sein.</li>
<li><strong>KM 7:</strong> ich kann die Uhr nicht mehr lesen und was wohl schlimmer ist: sie ist mir egal. Der Blick richtet sich stur auf den nächsten Abschnitt, einen Streckenposten, eine Kurve, eine Kuh, egal, Hauptsache kleinschrittig denken! An der Verpflegungsstelle renne ich gleichgültig vorbei, während andere in die Wasserbecher stolpern.</li>
<li><strong>KM 8-10:</strong> alles egal, durchhalten zählt! Ich hänge mich an den Vordermann in der leuchtend gelben Jacke, versuche dranzubleiben und das Tempo zu halten. Bete, dass er nicht anzieht. Dann: ein Berg (seitlicher Zugang zur Eisenbahnbrücke), ich falle ab…werde überholt. Fluche wild vor mir her. Dann erblicke ich die Mutter, dessen Sohn uns immer noch kräftig anfeuert. Ich fasse neuen Mut, grüße und versuche aufzuschließen.</li>
<li><strong>KM 10,55:</strong> Einlaufen ins Stadion (jagut, ist ein Sportplatz, aber hey!?), tosender Beifall zweier Zuschauer und mir ist alles egal. Ich hole den ganzen erbärmlichen Rest an Kraft hervor, überhole den Vordermann in einem Abschlusssprint knapp und fliege schreiend über die Ziellinie. Breche auf dem Rasen zusammen und schnappe nach Luft. Geschafft! Welche Zeit habe ich? Hab vergessen meine Uhr zu stoppen und keinen Schimmer wie schnell ich nun eigentlich war. Ich fange den Nachfolgenden Läufer ab und er lief 54:48. Top! Damit bin ich knapp unter 55 Minuten geblieben — was will man mehr?</li>
</ul>
<h3>Fazit</h3>
<p>Nachdem ich mich wieder einigermaßen gefangen hatte und die Leute aufhörten, mich besorgt anzustarren, genehmigte ich mir ein erstes Bier (Erdinger <em>alkoholfrei</em>, selbstredend) und einen schönen warmen Tee. Dann lockeres Austraben auf der Bahn, den Chip wieder abgeben und umziehen. Eigentlich wollte ich direkt dort duschen, aber die Waschräume sind völlig überfüllt und so ziehe ich mich einfach nur kurz in irgendeiner Ecke um, trinke mein Bierchen aus und warte auf die Halbmarathoniken.</p>
<p>Nachdem auch diese ihren Lauf in erstaunlichen Zeiten absolvierten, sammelten wir noch schnell unsere Urkunden ein und begaben uns auf dem Heimweg.<br />
Mein amtliches Endergebnis lautet: <strong>54:44 Minuten für 10,55 Kilometer</strong>!<br />
Damit konnte ich meine 10km-Zeit von 58 Minuten auf grandiose 52 Minuten verbessern!<br />
Ich bin mit dem Lauf sehr zufrieden, werde die nächsten Wochen aber noch fleißig trainieren um ein besseres Geschwindigkeitsgefühl und einen gleichmäßigen Laufrhythmus zu bekommen.<br />
Als Real-Life-Erfahrung ist das hier vielleicht schon ein wenig Overkill, aber wer gerne läuft sollte unbedingt mal so einen kleinen Lauf mitmachen!</p>
<hr />
<p><small>&copy; Bastianoso for <a href="http://www.support-real-life.de">Support Real Life</a>, 2010. |
<a href="http://www.support-real-life.de/2010/04/09/30-wilhelmsburger-insellauf/">Permalink</a> |
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<br/>
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		<title>5km-Laufrunde im Stadtpark Hamburg</title>
		<link>http://www.support-real-life.de/2009/08/25/5km-laufrunde-im-stadtpark-hamburg/</link>
		<comments>http://www.support-real-life.de/2009/08/25/5km-laufrunde-im-stadtpark-hamburg/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 25 Aug 2009 15:55:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bastianoso</dc:creator>
				<category><![CDATA[anstrengend]]></category>
		<category><![CDATA[jederzeit]]></category>
		<category><![CDATA[Normales]]></category>
		<category><![CDATA[Outdoor]]></category>
		<category><![CDATA[Laufen]]></category>
		<category><![CDATA[Sport]]></category>

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		<description><![CDATA[Diese Runde hat ca. 5 Kilometer und sollte für jeden Läufer in etwa einer halben bis dreiviertel Stunde zu schaffen sein. Folgende sehenswerte Punkte erreicht man dabei (in Reihenfolge ihres Erscheinens): Jahnkampfbahn Walters Landhaus Sportplätze für Tennis Café/Kneipe Schumachers Café Sommerterrassen herrlicher Blick über den Stadtparksee auf das Planetarium Rugbyplatz Freilichtbühne im Stadtpark Blick auf [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Diese Runde hat ca. 5 Kilometer und sollte für jeden Läufer in etwa einer halben bis dreiviertel Stunde zu schaffen sein.</p>
<div  style="text-align: center;"  class="xmlgmdiv" id="xmlgmdiv_4"><iframe class="xmlgm" id="xmlgm_4" src="http://www.support-real-life.de/wp-content/plugins/xml-google-maps/xmlgooglemaps_show.php?gpxid=4" style="border: 0px; width: 560px; height: 400px;" name="Google_Gpx_Maps" frameborder="0"></iframe></div>
<p>Folgende sehenswerte Punkte erreicht man dabei (in Reihenfolge ihres Erscheinens):</p>
<ul>
<li>Jahnkampfbahn</li>
<li>Walters Landhaus</li>
<li>Sportplätze für Tennis</li>
<li>Café/Kneipe Schumachers</li>
<li>Café Sommerterrassen</li>
<li>herrlicher Blick über den Stadtparksee auf das Planetarium</li>
<li>Rugbyplatz</li>
<li>Freilichtbühne im Stadtpark</li>
<li>Blick auf die Architektur der City-Nord</li>
</ul>
<hr />
<p><small>&copy; Bastianoso for <a href="http://www.support-real-life.de">Support Real Life</a>, 2009. |
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