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	<title>Support Real Life &#187; rührselig</title>
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	<description>Therapiemaßnahmen eines Freaks</description>
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		<title>Restaurantbesuch mit Gegens&#228;tzen</title>
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		<pubDate>Thu, 26 Nov 2009 13:27:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bastian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Indoor]]></category>
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		<category><![CDATA[rührselig]]></category>
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<p><a href="http://www.support-real-life.de/wp-content/uploads/2009/11/russisch-orthodoxe-kirche.jpg" rel="lightbox[beitrag333]"><img src="http://www.support-real-life.de/wp-content/uploads/2009/11/russisch-orthodoxe-kirche-110x110.jpg" alt="russisch-orthodoxe-kirche" title="russisch-orthodoxe-kirche" width="110" height="110" class="alignleft size-thumbnail wp-image-380" /></a></p>
<p>Ich folge der Einladung eines russisch-orthodoxen Chors zur CD-Aufnahme als Gast zu erscheinen und betrete die reich und g&#252;lden verzierte Gotteshalle.<br />
Ich begr&#252;&#223;e die Anwesenden freundlich mit &#8220;Priviet&#8221;, russisch f&#252;r Hallo, blicke jedoch in stumme Gesichter.<br />
Offensichtlich spricht hier niemand russisch.</p>
<p>Der erste Widerspruch des Abends. Nach den Aufnahmen geht es weiter in ein griechisches Restaurant, welches zu meinem Gl&#252;ck sogar von Griechen gef&#252;hrt wird.<br />
Ein russisches Restaurant w&#228;re mir dennoch lieber gewesen.</p>
<p>Am Tisch gegen&#252;ber sitzt ein P&#228;rchen. Sie resolut. Er verheult. Sie machen sich gegenseitig Vorw&#252;rfe und wir versuche sie nicht weiter zu beachten, damit sie sich nicht beobachtet f&#252;hlen.</p>
<p>Es ist sp&#228;t geworden, da sich die Aufnahme in die L&#228;nge gezogen hat und so bestellen wir alkoholfreies Bier. Schlie&#223;lich ist es unter der Woche und der n&#228;chste Arbeitstag steht bereits in den Startl&#246;chern &#8211; man kann ihn f&#246;rmlich lauern h&#246;ren.</p>
<p>Das Bier kommt, alkoholfrei, wie geordert. Dazu reicht uns der Wirt gratis Ouzo. Den gibt es nat&#252;rlich nur mit Alkohol.<br />
Der Widerspruch einem Trinker von alkoholfreiem Bier Schnaps zu servieren verwirrt mich; dennoch nippen wir aus H&#246;flichkeit den Ouzo mit dem Wirt.</p>
<p>Die T&#252;r &#246;ffnet sich und der allabendliche Rosenverk&#228;ufer betritt die Bildfl&#228;che; bietet allsogleich dem zerstrittenen P&#228;rchen Blumen an. Man kann die Spannung im Raum greifen. Ganz f&#246;rmlich.</p>
<p>Der arme Blumenverk&#228;ufer, denke ich mir. Bringt er doch jeden Abend dutzende P&#228;rchen in Verlegenheit und sorgt wom&#246;glich sogar daf&#252;r, dass einer der beiden (nat&#252;rlich der Mann, wer sonst? Da hilft all die weibliche Emanzipation nicht…) auf dem Sofa n&#228;chtigen muss.<br />
W&#228;hrend der Blumenverk&#228;ufer noch ein Gesch&#228;ft wittert, weil er bemerkt hat wie sie ihren Typen anstarrt, fast flehend bricht er, immer noch verheult, fast zusammen. Sein Kopf wird rot, er beisst die Z&#228;hne zusammen und dr&#252;ckt ein bestimmendes &#8220;Nein danke&#8221; hervor.<br />
Der Blumenverk&#228;ufer h&#246;rt das Verschwiegene zwischen den Zeilen, was etwa so geklungen haben muss wie: &#8220;Wenn Du mit Deinen scheiss Blumen nicht gleich verschwunden bist, reisse ich Dich in St&#252;cke!&#8221;, und wendet sich dem n&#228;chsten Tisch zu.</p>
<p>Doch in diesem Restaurant verkauft er keine einzige Blume.</p>
<p>Unser Essen kommt und wir sind vertieft in unser Gespr&#228;ch als ich bemerke, wie der verheulte Typ vom Nebentisch w&#252;st gegen die Toilettent&#252;r rennt, er peinlich ber&#252;hrt rot anl&#228;uft und dann dahinter entschwindet.<br />
Wenige Sekunden sp&#228;ter folgt ihm wie auf Engelsf&#252;&#223;en seine Begleitung.<br />
Die T&#252;r schlie&#223;t sich.</p>
<p>Ich blicke mich um, doch niemand hat es bemerkt.</p>
<p>Minute um Minute verstreicht w&#228;hrend ich meiner Gespr&#228;chspartnerin lausche und nach einer Weile &#246;ffnet sich die vorher so laut geschlossene T&#252;r federleicht und sie tritt heraus. Ihr Kleid verrutscht. An ihrer Hand trottet ihr Partner hinter ihr her. Sie sieht gl&#252;cklich aus. Er befreit, sorgenlos.<br />
Beide setzen sich, zahlen und verlassen das Restaurant mit einem gl&#252;cklichen &#8220;Danke und auf Wiedersehen!&#8221;.</p>
<p>Abgang.</p>
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