Ein Umzug steht an

Sonntag, den 25. März 2007, Kategorien Großes, so lala. Kommentiere
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Klar helfe bei ich bei Wohnungsumzügen.
Schließlich ist es so, dass je mehr Leute dabei helfen, man umso schneller mit dem Ganzen durch ist.
Und eine Waschmaschine trägt sich zu viert auch leichter als alleine ;-) .

Drum bot ich meinem Kumpel auch sofort Hilfe an, als er am Telefon von seinem Umzug redete.
Er bewohnt mit seinen Eltern ein unterkellertes Haus mit Dachboden und großen Gartengrundstück mit Garage, Werkstatt und Gartenhäuschen. Die genaue Quadratmeterzahl ist mir nicht bekannt, aber es ist viel Platz!
Und wer bekanntlich Platz hat, nutzt ihn auch.

Da seine Eltern planen nach Schweden auszuwandern haben sie das Haus verkauft und ziehen vorübergehend in eine drei Zimmer Wohnung.
Also von einem Haus in drei Zimmer.

Das stellte ich mir wahrlich spannend vor, und so wurde es dann auch!
Aber von Anfang an.
Der Umzub ging nun also von sechs Zimmern (Keller, Dachboden, Werkstatt / Schuppen, Garage und Gartenhäuschen nicht mit gerechnet) in drei!

Morgens um halb zehn sollte es losgehen.
Ein großer Transporter war gemietet und stand zum Beladen bereit, die Helfer waren auch schon da.

Wer wochenlang nur vor dem Computer verbringt, für den ist so ein Umzug schon ein Ereignis für das man sich entsprechend in Schale wirft.
Mit Blaumann und Stahlkappenschuhen stand ich sozusagen Gewehr bei Fuß und fluchs folgten die ersten Möbeltransporte.
Massivholzmöbel.
Welch eine Augenweide sind doch Massivholzmöbel!
Die massive Vitrine geschultert und hastig Richtung Tür schleppend stoppte man abrupt mit einem lauten Knall, als die Vitrine gegen den Türrahmen schepperte.

Zu groß?

Wir hingen dann erstmal die ebenfalls massive Tür aus und dann flutschte es doch gerade so noch – bis zur nächsten Tür.

Diese ließ sich leider nicht aushängen.
No way!
Wie für den Krieg gebaut das Ding.
Durch viel probieren und verkanten und heben passte das gute Möbelstück getreu dem Motto “irgendwie muss das doch auch hier reingekommen sein” dann doch durch und in den Wagen.

Dieser ermutigende Satz, “irgendwie muss das doch auch reingekommen sein”, begleitete uns übrigens während der gesamten Veranstaltung.
Ob es nun das voluminöse Schlafsofa, der Tiefkühler aus dem engen Keller, das Küchenregal oder die eine oder andere Vitrine war; irgendwie sind die ja auch mal reingekommen!

Am neuen Heim eingetroffen stellten wir erstmal ernüchtert fest, dass der mit Schild reservierte Parkplatz von einem Motorroller blockiert war.

Aber bitte, was ist schon ein Motorroller, wenn man ganze Sofas schleppt?

Also haben wir den Roller kurzerhand per Hand versetzt.
Einige Meter weiter auf ein Plateau ohne Rampe.
Soll er doch sehen, wie er wieder runterkommt, wenn er nicht lesen kann – muss er eben fühlen!

Und weiter ging die Schlepperei.
Die Wohnung füllte sich leider mit zunehmender Geschwindigkeit.
Mehr als den halben Hausstand zurücklassend fuhren wir mit der ersten Ladung in die neue Bleibe und ich stellte mir insgeheim die Frage, wo der Rest bittesehr noch hin soll…

Nach der zweiten Fuhre blieb wahrlich kaum noch Platz in der Bude und wir hielten bei Gulaschsuppe eine erste Krisensitzung ab, in der es vor allem darum ging den verbleibenden Platz korrekt zuzuweisen.

Die dritte Fahrt enthielt dann auch vermehrt Kellerkrams, der vorerst nur gelagert werden sollte.
In der vierten fuhren wir dann nur noch Kartons und anderen Kleinkram, den man sonst hätte mit dem Wagen befördern müssen.

Und schlussendlich war die Bude ja auch voll.
Bis unter die Decke.
Der Aufbau von Betten, Schränken und Tischen ging gut von der Hand und so waren wir gegen 21:00 Uhr dann auch fertig mit der Schose.
Gemütlich beim Abendbrot noch geschnackt und dann ab nach Hause ins Bett – jawohl!

Einziger Wehrmutstropfen: das Haus ist noch nicht leer :-( .
Aber das soll nun mein Problem nicht sein; ich werde mich diese Woche erstmal vom Muskelkater erholen und so schnell nicht mehr umziehen!

Abschließend das Fazit bezüglich der Real-Life-Eignung: gut geeignet.
Denn so viel Kontakt mit dem wahren Leben hat man sonst nur selten. Da kann selbst Einkaufen am Samstag nicht mithalten.

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