Zahnarzttermin
Mittwoch, den 13. Dezember 2006, Kategorien Großes, lass' die Finger davon!.Wie weit reicht das Selbstverständnis meines Projekts?
Im Cyber-Life gibt es keinen körperlichen Schmerz zu fühlen.
Nervosität, Hektik, Panik – ja.
Aber Schmerz nicht (vom Mausarm mal abgesehen
).
Jetzt begebe ich mich erstmals im Rahmen dieser Aktion zum Zahnarzt und lasse mich dort etwas behandeln.
Die Behandlungen wurden im Vorwege bereits abgeklärt und sind auf fünf beziffert.
An dieser Stelle werde ich nach und nach über die Behandlungen berichten und am Ende, wie gewohnt, ein Fazit ziehen.
1. Behandlung
So, ich bin also lebendig zurück gekehrt. Dennoch kann ich ohne nachzudenken mitteilen, dass so ein Zahnarztbesuch eindeutig zu den schlechten Real Life Erfahrungen gehört!
Es hat zwar nicht sehr weh getan, aber meine Backe ist dick und durch die Betäubung führt das Trinken ohne Strohhalm zu einer Schreibtischüberflutung.
Mein neuer Zahnarzt ist zwar sehr nett und hilfsbereit, was den Aufenthalt ungemein versüßt, aber trotzdem bleibt es leider eine Zahnarztpraxis.
Besonders froh bin ich im übrigen darum, dass es dort nicht wie in einer Zahnarztpraxis riecht!
In dieser Behandlung haben wir zwei Zähnchen gemacht (“wir”, naja, also ich hab ja nur dagelegen
).
Die Schmerzen waren auszuhalten, ich war eigentlich sogar positiv überrascht wie harmlos so eine Behandlung abläuft.
Ich wurde mit einer Spritze betäubt (das ist schon unangenehm) und dann wurde sauber gebohrt.
Das Bohren ist ein einfaches Schleifen und Brummeln.
Tut nicht weh, es vibriert nur
Danach wird ein Bißchen Pastete ins Loch gestopft und die eigentlich Arbeit beginnt.
Man bekommt Schienen fest an den Zahn geklemmt, die verhindern sollen, dass etwas von der neuen tollen Füllung in die Zahnzwischenräume läuft.
Dann wird die Füllung eingesetzt, zurechtgeformt und sodann getoastet ausgehärtet.
Schließlich wird das zuviel geröstete aufgebrachte Füllmaterial noch abgeschliffen, rundgeschliffen und poliert – et voilá: fertig!
Und immerhin haben wir gleich zwei Zähne auf einmal gemacht.
Nach 40 Minuten kam ich mit dicker Backe wieder raus und hab mich erstmal entspannt – weiter geht’s nächste Woche…
2. Behandlung
Diese Behandlung war viel schlimmer als die Erste.
Wir haben in einer Riesenaktion drei Zähne auf einmal abgefrühstückt (“wir”, naja, also ich hab bekanntermaßen nur dagelegen
).
Die Betäubung war dementsprechend heftig, mit zwei Spritzen lächelte ich danach recht einseitig :-/.
Aber wir waren schon nach dreißig Minuten fertig.
Das war dann aber auch schon der einzige Vorteil dieser Behandlung, denn die folgenden Zahnschmerzen haben mir die Arbeit derart vermiest, dass ich lieber nach Hause gegangen bin und mich ins Bett gepackt habe.
Der Tag war gelaufen.
3. Behandlung
Nach dem letzten Mal wünschte ich mir eine sanfte, eine schöne Behandlung.
Der Gedanke wurde aufgegriffen und wir (“wir”, naja, also ich hab ja gewiss nur dagelegen
) nahmen uns nur einen Zahn, schön weit vorne, vor.
Dachten wir zumindest…
Denn dieser Zahn war kein sehr schöner.
Ich war insgesamt eine Stunde dort und es war eine Qual.
Oben links, eine ganz blöde Stelle denn ich lag fast auf dem Kopf.
Zwar hat mich schon fasziniert, wie weit man so einen Zahnarztstuhl verstellen kann, aber auf die Erfahrung hätte ich auch verzichten können.
Also, bitte, das nächste mal, so hoffe ich, erwischen wir einen “schönen” Zahn!
4. Behandlung
Überraschung! Heute machen wir nur einen Zahn, ok?
So hatten wir es jedenfalls gehofft; denn wie der Zufall so will hat der Zahn nebenbei auch noch etwas abbekommen, sodass es wieder zwei Zähne waren.
Wieder oben links *grml*.
Aber es nützt ja nichts, da muss man durch.
Es war wieder nicht sehr angenehm und hat wieder lange gedauert.
Aber es ist schön nebenher Musik hören zu können, das lenkt ab und man bringt sich mit den Nachrichten gleich noch auf den neuesten Stand.
5. Behandlung
Die vorletzte Behandlung war okay. So langsam gewöhnt man sich ja an alles.
Aber trotzdem bleibt es unangenehm
6. Behandlung
Die letzte. Endlich!
Was für eine Party – zumindest danach.
